Gunetzrhainer-Schule

 

Die Staatliche Realschule Miesbach wurde im Jahre 1980 in Gunetzrhainer-Schule umbenannt.


Das damalige Kollegium, der Elternbeirat und der Kreistag hatten sich mit großer Mehrheit für diese Namensgebung ausgesprochen.

 

Entscheidend für die Wahl dieses Namens war die Tatsache, dass unsere Schule seit jeher eine starke Betonung der Wahlpflichtfächergruppe III mit ihrem handwerklichen und künstlerischen Profilbereich aufwies. Von daher lag es nahe, die bekannte Bauhandwerker- und Künstlerfamilie, welche ursprünglich aus Gunetzrhain bei Miesbach stammte, mit dieser Namensgebung zu ehren.

 

Damit wurden die Gunetzrhainer wieder präsent im historischen und kulturellen Bewusstsein der Landkreisbevölkerung, zugleich bietet dieser Name darüber hinaus unseren Schülern und Schülerinnen einen bis heute unverwechselbaren Bezugspunkt zu ihrer Schule.

 

 

Auf den Spuren der Gunetzrhainer in Miesbach

  • Unsere Wanderung beginnt an der Realschule Miesbach. Der Weg führt uns über die ehemalige kleine Bauernsiedlung Kleinthal entlang des Miesbachs.
  • Beim Anwesen Großthal kommen wir an der Reitanlage des Miesbacher Reitsportvereines vorbei.
  • An der Gabelung biegen wir rechts ab und wandern nach Starz. Von dort folgen wir dem Straßenverlauf nach links steil bergauf.
  • Nach 300 m passieren wir ein einzelnes Wohnhaus und steigen am Waldrand entlang zum Berghof hinauf.
  • Nach diesem Anwesen folgen wir der Teerstraße bis nach Gunetsrain.
  • Im unteren Anwesen (Untergunetsrain) befindet sich heute eine gern besuchte Ausflugsgaststätte, die Stadlbergalm
  • Hier sind die Kassettendecke und die Bänke im Gastraum noch im Originalzustand erhalten.
  • Obergunetsrain ist auf der gegenüberliegenden Anhöhe zu sehen.
  • Zwischen den beiden Höfen befindet sich eine kleine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert.
  • Der Grund für die Zweiteilung der Höfe (16. Jahrhundert) ist wahrscheinlich in einem Streit zwischen zwei Brüdern zu suchen.
  • Nach der Besichtigung der Gunetsrhainerhöfe wandern wir über den Stadlberg und besichtigen das Prüglerkreuz (1974 errichtet zu Ehren der verstorbenen Fuhrleute  = Prügler von Miesbach und Schliersee).
  • Über die Stadlbergstraße kehren wir schließlich nach Miesbach zurück.

 

 

Herkunft der Gunetzrhainer

 

Die Herkunft der Gunetzrhainer Baumeister lässt sich zurückführen auf ein Anwesen am Stadlberg in der Nähe von Miesbach.

  • Mit Paul Gunetzrhainer zog das erste Mitglied dieser bedeutenden Baumeisterfamilie im Jahre 1621 nach München, wo er als Zimmerer am Wiederaufbau des Leprosenhauses von St. Nicolai in Schwabing und bei der  Erneuerung der Johanniskirche in Erding mitarbeitete.
  • Ihm folgte im Jahre 1633 Wolf Gunetzrhainer, der als Zimmerermeister beim Wiederaufbau der Residenz tätig war.
  • Auch die weiteren wichtigen Vertreter dieser Künstlerfamilie lebten und wirkten weitgehend in München:
    • Georg Gunetzrhainer arbeitete als kurfürstlicher Bräuhauszimmererpolier.
    • Das Amt eines Stadtzimmerermeisters übte Kaspar Gunetzrhainer aus.
    • Als erster Baumeister der Familie Gunetzrhainer arbeitete Martin beim Wiederaufbau der Residenz mit und entwarf in Zusammenarbeit mit Viscardi und Zukalli einige bedeutende Häuser in München.
    • Johann Baptist Gunetzrhainer (1692 – 1763)
    • Ignaz Anton Gunetzrhainer (1698 – 1764)