Biologieunterricht in der Realschule

 

Im Unterrichtsfach Biologie erarbeiten sich die Schüler einen wesentlichen Beitrag zu ihrer naturwissenschaftlichen Bildung. Die Freude an der Schönheit der Lebewesen und das Interesse an der Auseinandersetzung mit den von der Biologie aufgeworfenen Fragen regt ihren Forscher- und Erfindergeist an und halt die Faszination für die Natur wach. Die Schüler lernen biologische Sichtweisen zu verstehen. Sie können begründen, dass die belebte Welt auf einem gemeinsamen Ursprung fußend sich im Laufe der Erdgeschichte verändert hat und weiter verändern wird. Die Schüler erkennen, dass Erscheinungsformen sowie Verhaltensweisen der Lebewesen deren Einbindung in Ökosysteme ausdrucken. Im Biologieunterricht erweitern sie ihre Artenkenntnis. Die Schüler begreifen den Menschen ebenso wie andere Lebewesen als Teil der Natur, der von seiner Lebensgrundlage abhängig ist und diese prägt. Ihnen wird bewusst, wie der Mensch die Natur und damit auch sich selbst in vielfaltiger Weise gefährden kann. Hieraus erwächst ihre Bereitschaft, mit den Naturgütern schonend umzugehen und Schädigungen der Lebensgrundlagen zu vermeiden. Die Schüler erfahren, dass die sinnvolle Nutzung natürlicher Ressourcen die Lebensqualität des Menschen verbessern kann. Der Unterricht im Fach Biologie begleitet die Schüler in ihrer Entwicklung und vermittelt ihnen eine positive Haltung zu ihrem eigenen Körper. Sie werden sich der besonderen Verantwortung für sich selbst und der Problematik des Missbrauchs von Drogen aller Art bewusst. Die Schüler lernen, aktiv zu ihrer eigenen Gesunderhaltung beizutragen. Sie erhalten Einblick in die technischen Anwendungen der Genetik und der Biotechnologie, um an der Diskussion über das ethisch Machbare als mündige Bürger teilnehmen zu können.

 


Familien- und Sexualerziehung

 

Die Familien- und Sexualerziehung begleitet den seelischen und körperlichen Reifungsprozess von Schülerinnen und Schülern. Sie hilft ihnen, auf der Grundlage eines sachlich begründeten Wissens zu Fragen der menschlichen Sexualität ihre individuelle Entwicklung vorbereitet zu erleben und ihre Geschlechtlichkeit anzunehmen. Zuneigung, gegenseitige Achtung und Verlässlichkeit begreifen die Schülerinnen und Schüler als wichtige Bestandteile persönlicher Beziehungen, beständiger Partnerschaft und des Familienlebens.

Die Schülerinnen und Schüler äußern sich zu sexuellen Themen sprachlich angemessen. Sie erkennen die Notwendigkeit eines vorbeugenden und verantwortungsvollen Verhaltens, um ihre Gesundheit und die anderer vor Krankheit, z. B. AIDS, zu schützen und um wertschätzend miteinander umzugehen. Die Schülerinnen und Schülern erkennen Gefahrensituationen für sexuelle Belästigungen und Gewalt und erlernen präventive Verhaltensweisen und Handlungsstrategien, um in gefährdenden Situationen angemessen zu reagieren.